Problem-free cultivation with CleanLight

Problemloser Anbau mit CleanLight

Pflanzen mit UV-Licht zu schützen, statt dieses Licht nur zum Wachsen zu nutzen, ist keine unbekannte Idee. UV-Licht wird nicht nur zur Desinfektion von (Bewässerungs-)Wasser eingesetzt; es schützt Pflanzen auch vor Pilzen und anderen Übeltätern.

Bejo mit Sitz in Warmenhuizen (NL) liefert Saatgut für verschiedene Freilandkulturen. Zusammen mit Arne Aiking, Geschäftsführer von CleanLight in den Niederlanden, und Wil Jorink, Leiter der Bio-Gemüsesaatgutproduktion bei Bejo, gehen wir zum Bio-Gewächshaus des Unternehmens. Die Jungpflanzenanzucht findet in einem der ersten Gewächshäuser statt, an denen wir vorbeikommen. Wil: „Es ist nicht einfach, Pflanzen biologisch anzubauen. Jungpflanzen sind anfällig für Krankheiten und Infektionen. Sind sie einmal im Bestand, bekommt man sie ohne konventionelle Mittel nur schwer wieder heraus.“ Teamleiter Hans van den Berg (Bio-Abteilung) stößt zur Gruppe: „Wir haben in den Fachzeitschriften über die Wirkung von CleanLight gelesen, und das hat uns neugierig gemacht. Wir haben einen Termin bei einem Kollegen in Aalsmeer ausgemacht, um zu sehen, wie CleanLight in seinem Gewächshaus genau funktioniert.“

Keimphase
Für alle, die es nicht kennen: CleanLight ist eine UV-Pflanzenschutztechnik, die Pilze, Bakterien und Viren auf Pflanzen mit einer relativ niedrigen UV-Lichtdosis abtötet. „Theoretisch geht man davon aus, dass man etwa 250 Millijoule braucht, um die Schädlinge abzutöten“, sagt Arne. „Das stimmt aber nicht ganz. Mit dieser Dosis wird man seine Schädlinge los – samt der ganzen Pflanze, schade drum. Wir haben herausgefunden, dass man Pilze schon mit fünf Millijoule abtöten kann, wenn man zum richtigen Zeitpunkt bestrahlt. Wenn man dafür sorgt, den Pilz in der Keimphase zu kontrollieren, bevor er in die Pflanze eindringt, reicht so eine relativ niedrige Dosis aus. Deshalb muss man die Behandlung regelmäßig wiederholen.“

Kombination
Hier bei Bejo war es relativ einfach, CleanLight wirksam einzusetzen. Wil: „Wie du siehst, haben wir die CleanLight-Anlage am vorhandenen Gießwagen montiert. Die Leuchten sind recht kompakt und ließen sich deshalb problemlos an der Unterseite des Auslegers befestigen.“ Im Versuchsgewächshaus stehen Kulturen, die bis zu fünf Wochen alt sind. „Die Standarddosis liegt hier bei zwei Sekunden pro Tag“, sagt Hans. „Das erreicht man ganz einfach, indem man die Geschwindigkeit des Gießwagens entsprechend einstellt. Sieht man, dass die Kultur etwas mehr braucht, stellt man den Gießwagen so ein, dass er etwas länger über der Kultur hängt.“ Interessant ist, dass der Bio-Anbau bei Bejo derzeit besser aussieht als der Anbau, in dem Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. „Ich muss sagen, dass ich seit dem Einsatz von CleanLight hier noch nie ein Problem mit Schädlingen hatte“, gibt Hans zu. „Die Kultur sieht sehr gut aus. Außerdem hat der Einsatz von CleanLight keinen negativen Effekt auf andere biologische Pflanzenschutzmittel, wenn sie gleichzeitig verwendet werden. Das kann man von vielen herkömmlichen Pflanzenschutzmitteln nicht behaupten. Und umgekehrt kann man CleanLight auch in Kombination mit Pflanzenschutzmitteln einsetzen“, erklärt Arne. „Dann sieht man, dass die Schutzmittel wirksamer werden und man deshalb weniger davon braucht. Außerdem tragen auch andere Technologien dazu bei, die Kultur schädlingsfrei zu halten. Denk an Vertikalventilatoren, Bodenheizung, ein höheres Gewächshaus und so weiter.“

Schwacher Parasit
Laut Arne liegt der Erfolg von CleanLight neben der Bekämpfung von Pilzen, Bakterien und Viren auch in einem allgemeinen UV-Mangel. Arne: „Gewächshäuser lassen UV-Licht ziemlich schlecht durch, dabei ist UV ein wesentlicher Teil des Spektrums. Diese Wellenlänge ist auch gesund für die Kultur. Beim Einsatz von CleanLight sieht man in der Regel eine Zunahme der Blattmasse. Am besten behandelt man regelmäßig und vorzugsweise täglich. So hält man auch seine Schädlinge unter Kontrolle. Ein Pilz ist ein schwacher Parasit, der zuschlägt, wenn die Pflanze ohnehin schon geschwächt ist. Hält man seine Kultur sauber, hat der Pilz keine Chance.“

Grüner Daumen
Bei Bejo ist es nicht besonders kompliziert, die Kultur täglich zu behandeln. Aber auch für Betriebe ohne Gießwagen gibt es eine Lösung. Arne: „Wir haben auch Fixed CleanLight, bestehend aus fest montierten Luftdesinfektionsleuchten, die an verschiedenen Gewächshausteilen befestigt werden können. CleanLight kann auch auf einen Wagen montiert werden, mit dem man durch die Kultur fährt, oder – wo vorhanden – man behandelt die Kultur mit dem Railspant von Klimrek. Manche Betriebe behandeln ihre Produkte während der Verarbeitung mit CleanLight. Alles ist möglich.“ Doch selbst mit Gießwagen braucht es einen grünen Daumen, um das Beste aus der Wirkung von CleanLight herauszuholen. Hans: „Man muss seine Kultur genau im Auge behalten und lernen, die Signale früh zu erkennen. Wer das kann, hat eine saubere Kultur und, in unserem Fall, mehr Blattmasse bei kompakterem Wuchs.“

Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines niederländischen Artikels, der in GTT erschienen ist.

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